FWG will den Weg für kostenlose Anlieferung von Sperrmüll ebnen
Chance des Umbaus des Abfallwirtschaftszentrums nutzen
Viele Bürger bringen ihren Sperrmüll - insbesondere samstags - selbst zum Abfallwirtschaftszentrum und sind verwundert, dass sie hier für den Müll zahlen müssen, der zu Hause kostenlos abgeholt würde. Dies ist auch unverständlich, da der Abfallwirtschatsbetrieb doch in diesen Fällen die Kosten für das Einsammeln spart. Bisher war allerdings die Anlieferung von Abfällen aller Art auf dem Abfallwirtschaftszentrum “Auf dem Scheid“ in Niederzissen durch Bürger des Kreises mit ihren privaten Fahrzeugen aufgrund der baulichen Gegebenheiten nicht optimal möglich. Insbesondere stellte sich die gemeinsame Anfahrt bzw. Abfertigung sowohl für die gewerblichen Sammelfahrzeuge als auch der Privatanlieferer als problematisch dar. Nun ist jedoch eine Erweiterung und Nachrüstung des Abfallwirtschaftszentrums vorgesehen und wird derzeit durch ein Ingenieurbüro geplant.
Die Freie Wählergruppe (FWG) beantragt daher für die nächste Sitzung des Kreistages, dass die Planung und spätere Umsetzung so erfolgen, damit künftig Sperrmüll kostenlos angeliefert werden kann. Fraktionssprecher Rolf Deißler ist der Auffassung, dass die Chance bei dem ohnehin notwendigen Umbau auf jeden Fall aufgegriffen und umgesetzt werden muss.
Der Landkreis Ahrweiler bietet mit der Umstellung der Einsammlung des Sperrmülls von straßenweisen auf individuelle Abholtermine einen zusätzlichen Service für die Bürger, der zu einer großen zeitlichen Entzerrung der vorherigen starren halbjährlichen Termine geführt hat. Dennoch bringen viele Bürger den anfallenden Sperrmüll selbst zum Abfallwirtschaftszentrum, um die Abfälle schnellstmöglich los zu sein. Bei einer Änderung der Anliefermöglichkeiten lässt es sich künftig nicht mehr vertreten in diesen Fällen Gebühren zu verlangen – so die FWG. Durch die Anlieferung von Sperrmüll auf dem Abfallwirtschaftszentrum reduziert sich die von dem Abfuhrunternehmen einzusammelnde Sperrmüllmenge. Dies muss bei dem System der individuellen Abholtermine zu Kosteneinsparungen bei den Aufwendungen für das Einsammeln führen, mit denen die wegfallenden Gebühren kompensiert werden können. Kostensteigerungen dürfen sich nach Auffassung der FWG nicht ergeben, da durch die Maßnahme keine zusätzlichen Sperrmüllmengen anfallen. Mit der Möglichkeit der kostenlosen Anlieferung von Sperrmüll durch Privatpersonen aus dem Kreis nach dem Umbau des Abfallwirtschaftszentrums wird die Zufriedenheit der Bürger mit den Leistungen des Abfallwirtschaftsbetriebes steigen, ist sich der Spitzenkandiat der FWG, Hans Boes, sicher.